Endstation Zoo

Auch wenn das auf den ersten Blick so aussehen mag, dieser Beitrag soll nicht den Zoo grundsätzlich verdammen. Im Gegenteil: leider ist es ja so, dass wir aufgrund weiter zunehmender Weltbevölkerung, unreflektierten Konsums und ungebremster Wilderei einige bedrohte Arten nur mit Hilfe von Zoos vor dem baldigen Verschwinden werden retten können. Dazu gehören auch viele Arten, die uns so nahe stehen, dass wir uns des Gefühls einer Verwandschaft kaum erwehren können, wenn wir Ihnen gegenüber stehen. Die trennende Glasscheibe wird dabei Symbol für die Hybris unserer eigenen Art.

Kommt nicht näher

Kommt nicht näher

Dieses Gorilla-Männchen („Männchen“ ?) patroullierte angesichts der Überzahl an Besuchern an der Scheibe entlang, während sich seine Familie im Hintergrund hielt. Sichtlich gestresst, war er darauf bedacht, die Menge auf Abstand zu halten. Dabei war ihm völlig klar, dass ihn Glas von den Menschen trennt, denn gelegentlich schlug er dagegen, wenn jemand zu nahe kam. Er war sich seiner ausweglosen Situation vollständig bewusst, aber sein Stolz erlaubte es ihm nicht, zu resignieren und seine Pflichten als Clanchef und Beschützer aufzugeben. Menschen, die sich so verhalten, ehren wir gelegentlich mit bewegenden Artikeln, Fotoreportagen oder gar Preisen.

Ohne die Diskussion hier zu Ende führen zu wollen, kommen wir damit wohl bald zu der Frage, ab es neben Menschenrechten auch Rechte für unsere Mitgeschöpfe geben muss, ob der rechtliche Status einer Sache wirklich angemessen und zeitgemäß ist.

Abgedankt

Abgedankt

Dieser König dagegen hat wohl resigniert und abgedankt.

Aber tatsächlich können Mensch und Tier auch im Zoo für beide Seiten angenehme Momente teilen:

Zoo Berlin #15

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